DEIN HEIL BIN ICH, Jesus der Christus

 

Aufbruch ins Neue

Postulatsaufnahme Salvatorianerinnen

 

Am 2.Februar wurden wir, Verena Haselmann (Gföhl/Niederösterreich) und Isabelle Allmendinger (Calw/ Schwarzwald) in das Postulat der Salvatorianerinnen in Linz feierlich aufgenommen.

 

Verena Haselmann verbrachte mehr als ein Jahr als Missionarin auf Zeit (MaZ) in Emmaus/Palästina bei den Salvatorianerinnen. Durch das Leben im Heiligen Land spürte sie immer mehr, dass ihr Herz für die Nachfolge Jesu und die Liebe zu den benachteiligten Menschen brannte. Aufgewachsen ist Verena im Waldviertel am elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb mit Milchviehhaltung.

Gemeinsam mit ihren drei Brüdern wurde Verena von ihren Eltern schon früh darin geprägt am Hof das Leben im Kreislauf der Natur zu sehen und die Schöpfung gut zu bewahren. Darüber hinaus war ihr und ihrer Familie das ehrenamtliche Engagement in der Pfarre ein großes Anliegen. Beruflich war Verena nach der Matura an der HBLA Sitzenberg, ein Jahr am Familienbetrieb tätig. Später war sie beim „Kuratorium Kulinarisches Erbe Österreich“ im Bereich Marketing, in Wien. Durch das ehrenamtliche Engagement in der Heimat-Pfarre, wollte sie mehr Einblicke in die pastorale Arbeit bekommen und arbeitete dann für zwei Jahre im Jugendgästehaus Benediktinerstift Göttweig mit. Nebenbei absolvierte sie den Wiener Theologischen Kurs.

Die Suche nach dem „mehr“ an Leben führte sie schließlich zu der Entscheidung über das Angebot der Salvatorianerinnen „Missionarin auf Zeit“ (MaZ) für 17 Monate nach Emmaus/ Palästina .

In dieser Zeit ist ihr die Spiritualität der Salvatorianerinnen sehr ans Herz gewachsen. „Mitleben, Mitbeten, Mitarbeiten“ – mit den Menschen unterwegs zu sein, das hat Verena sehr stark geprägt. Dabei hat sie ein Satz aus dem Emmaus-Evangelium begleitet: „Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete?“

So beschloss sie einen ersten Schritt ins Postulat zum näheren Kennenlernen zu wagen.

 

Der Weg von Isabelle Allmendinger, die bereits als Ärztin arbeitete, führte über ein Berufungsklärungsjahr in der Zukunftswerkstatt der Jesuiten in Frankfurt/Main zu den Salvatorianerinnen nach Linz. Die Sehnsucht Menschen umfassend zu begleiten und das Heil zu verkündigen, prägten ihre Suche.

Aufgewachsen ist Isabelle in einem kleinen Ort im Nordschwarzwald, gemeinsam mit zwei älteren Brüdern. Ihre Eltern hatten eine gemeinsame Landarztpraxis, die auch Isabelle stark prägte, weil sie dort erlebte, dass der Arzt am Ort in vielen Situationen auch seelsorgerlich angefragt ist. Während ihres Studiums beschäftigte sie sich daher mit der Verbindung zwischen Medizin und Seelsorge und setzte durch ihre Doktorarbeit einen Schwerpunkt in der Palliativmedizin.

Ein besonderer Erfahrungsschatz wurde ihr durch einen längeren Aufenthalt in Jerusalem und die Mitarbeit im French Hospital St. Louis vor der Toren der Altstadt Jersualems  geschenkt, wo sie sich mit den spirituellen Bedürfnissen von jüdischen, muslimischen und christlichen Patienten auseinandersetzte.

Im Rahmen ihrer ärztlichen Tätigkeit spürte Isabelle immer mehr, dass sie mit ihrer Sehnsucht nach einer tiefen Gottesbeziehung und gemeinschaftlich gelebtem Glauben, aber auch dem Wunsch Menschen umfassend zu begleiten und Räume für die Begegnung mit Gott zu schaffen, über die Grenzen ihres Berufes hinaus gehen muss. 

Ermutigt durch Exerzitien entschied sie sich nochmals ganz neu aufzubrechen und ihre Stelle als Ärztin zu kündigen, um in der Zukunftswerkstatt der Jesuiten geprägt durch ein intensives Gebetsleben, Gleichgesinnte und geistliche Begleitung ihre Berufung zu erspüren. Durch ihre Mitarbeit in der Zukunftswerkstatt konnte sie immer tiefer in die Exerzitienarbeit eintauchen, die Schätze der igantianischen Spiritualität entdecken, Räume für Suchende bereiten und erleben wie Menschen durch das Wort Gottes aufblühen, Heilung erfahren und gestärkt werden. Diese Erfahrung formte den Wunsch in ihr immer mehr dem heilenden und lehrenden Christus nachzufolgen. Mit großem Staunen und Freude erfüllte Isabelle, dass ihr bei ihrer Suche nach einem Ort für diese Nachfolge, die Salvatorianerinnen begegneten.

Der Kompass für ein gelingendes Leben wurde immer klarer für sie: Nähe zu Gott, Lebendigkeit, Authentizität und Herzlichkeit – was sie bei den Salvatorianerinnen spürte.

Isabelle Allmendinger, Verena Haselmann

Postulatsaufnahme Salvatorianerinnen

Postulatsaufnahme Salvatorianerinnen