Tauche ein in den Ozean der Liebe unseres Gottes!

(P. Jordan)

Wir Salvatorianerinnen sind Frauen ...

                                    
... solidarisch für Hoffnung und Leben.

(Deklaration des 19. Generalkapitels 2006)

Wir erklären, dass wir von Gott berufen und mit dem Charisma betraut sind, das uns Franziskus vom Kreuz Jordan und Maria von den Aposteln hinterlassen haben.

 

Zusammen mit den anderen Mitgliedern der Salvatorianischen Familie geben wir unserem Charisma in den vielen Kulturen unserer Welt Gestalt, und zwar durch unser Gebet, unsere Gemeinschaft und unseren apostolischen Dienst.

 

Unsere Leidenschaft für Gott und unsere Leidenschaft für die Menschheit gehören zur Mitte unseres Lebens.

Unsere tiefe Gotteserfahrung, in der Begegnung mit Jesus Christus, findet ihren Ausdruck in unserer Spiritualität. Diese ist verwurzelt in unserem salvatorianischen Charisma und dem Wort Gottes.
Unsere Spiritualität wird auch von der Kultur unserer Mitmenschen beeinflusst, die – wie wir – Gottes Heilswirken in ihrem Leben zu erfahren suchen. Zusammen mit ihnen entdecken wir die Art und Weise, wie Gott sich uns persönlich und in Gemeinschaft innerhalb unserer Kultur offenbart. Außerdem veranlasst uns die Kraft unserer Spiritualität, das Verständnis unseres Charismas ständig zu vertiefen und Franziskus vom Kreuz Jordan und Maria von den Aposteln als eine tiefe Quelle der Inspiration und des Lebens bekannt zu machen.

Wie unsere Gründer lassen wir uns durch die tiefe Not der leidenden Menschheit bewegen. In einem Prozess der persönlichen Umkehr verpflichten wir uns zu einer Kultur der Solidarität. Diese schließt eine Haltung des gegenseitigen Gebens und Empfangens ein, und zwar untereinander in Gemeinschaft, mit jenen, die mit uns zusammenarbeiten, sowie mit leidenden Menschen. Wir erneuern unsere Option für die Armen, besonders für Frauen, Kinder, Migranten und Opfer des Menschenhandels.

In einem Prozess der kritischen Analyse überprüfen wir im Licht der Realität der heutigen Welt weiterhin unsere Lebensweise, unsere Strukturen und apostolischen Tätigkeiten. In Treue zu unserem salvatorianischen Charisma und unserer Sendung nehmen wir die notwendigen Änderungen in unserem Leben vor, um glaubwürdige und prophetische Zeugen des Evangeliums zu sein, besonders dort, wo das Leben bedroht ist.

Der Ausdruck unseres Charismas, das dem Wesen nach partizipativ (= beteiligend und aktiv mitwirkend) ist, veranlasst uns zu Solidarität. Die Pflege der Solidarität, besonders dort, wo sie nicht vorhanden ist, ist ein wichtiger Aspekt unserer Sendung. In Solidarität arbeiten wir innerhalb unserer Salvatorianischen Familie zusammen, mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und mit allen, die das Leben fördern. Wir fördern den ökumenischen, inter-religiösen und inter-kulturellen Dialog und beteiligen uns an ihm. Als Zeichen der Solidarität ermutigen und motivieren wir unsere Schwestern, sich an gemeinsamen Projekten verschiedener salvatorianischer Einheiten sowie verschiedener Kongregationen zu beteiligen und Ressourcen zu teilen. Auch arbeiten wir mit anderen Gruppen zusammen, die Leben, Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung fördern.

Als Salvatorianische Frauen mitten unter den Menschen lassen wir uns in jeder Lebensphase auf einen lebensfördernden Prozess der Bildung ein, die uns ganzheitlich und hoffnungsvoll werden lässt. Voller Hoffnung vertiefen wir uns in das Wort Gottes, in die neue Theologie des Ordenslebens und in unser Charisma, um dessen Bedeutung für unser Leben heute zu entdecken. Indem wir uns unter den Menschen formen lassen, entstehen neue Ausdrucksweisen des Gemeinschaftslebens und des apostolischen Dienstes, die zutiefst salvatorianisch und lebensspendend sind. Diese neuen Ausdrucksformen werden zur Berufungsförderung ermutigen und Frauen einbeziehen, die Gott beruft, sich uns in unserer Sendung anzuschließen.

 

Als Antwort auf unsere Zeit in der Geschichte und
angeregt durch unser Charisma,
setzen wir Salvatorianerinnen uns folgende Prioritäten:

 

1. Spiritualität als Basis
Wir vertiefen unsere salvatorianische Spiritualität, auf der Grundlage des Wortes Gottes und unseres Charismas, um Frauen zu sein, die prophetisch, mit-leidend und dem Leben verpflichtet sind.

2. Solidarität als Kultur
In einem Prozess der persönlichen Umkehr leben wir eine Kultur der Solidarität, die uns mitten unter den leidenden Menschen glaubwürdiger macht.

3. Bildung als Prozess
Wir legen großen Wert auf eine ganzheitliche und inkulturierte Bildung in allen Phasen unseres Lebens, um auf die Zeichen unserer Zeit zu antworten. Diese zeitgemäße Aus- und Weiterbildung lässt auch neue Ausdrucksweisen des salvatorianischen Gemeinschaftslebens entstehen, die uns selbst und auch die Menschen stärken, mit denen wir unser Leben und unsere Sendung teilen.

 

Jesus, der Heiland der Welt,
möge uns die Kraft schenken,
die Richtlinien des 19. Generalkapitels
zur Ehre Gottes und zum Heil der Menschen umzusetzen.